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Blick nach vorn gerichtet

20.07.2012 11:21


tl_files/0_news/2012/0720_PM-Stephan Katt.jpgBahnsport: Stephan Katt steckt sich nach WM-Aus neue Ziele

 

Brokstedt/Neuwittenbek. Der Volksmund sagt, dass eine Katze immer wieder auf die Pfoten fällt. Einmal mehr scheint diese Weisheit in diesen Tagen für Motorradprofi Stephan Katt Bestand zu haben. Der „Catman“ aus Neuwittenbek hatte den Verlauf der diesjährigen Saison sicherlich ganz anders geplant. Angetreten um Weltmeister auf der Langbahn zu werden agiert Katt, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt startet, nach vier von sechs absolvierten Durchgängen im Mittelfeld der Gesamtwertung. „Eigentlich dachte ich der Tiefpunkt war beim Rennen in Groningen erreicht – in Frankreich kam es jedoch noch härter.“ In der Tat gibt es in der Rückblende auf den vierten Grand Prix in Marmande (Südfrankreich) aus der Sicht Katts nichts zu beschönigen. „Die Technik hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Katt selbst fühlte sich nach dem Auftritt auf dem ungeliebten Geläuf im Süden der „Grande Nation“ durchaus unter Wert geschlagen. „Für mich war es eine Genugtuung, dass ich nur einen Tag später das Rennen in Osnabrück gewinnen und dabei den zum Teil unsachlichen Kritiken, die ich wieder einmal ernten durfte, die entsprechende Antwort geben konnte.“ Für Katt sind es allerdings eben diese Erfolgserlebnisse, die ihm stets den erneuten Antrieb für das Erreichen neuer Ziele geben. „Ich trauere der Langbahn-Weltmeisterschaft nicht hinterher. Vielmehr setze ich mir neue Ziele!“ Eine Mischung aus Ehrgeiz und Trotz scheinen nunmehr der Motor für den Angriff auf den Gewinn der Krone Europas auf der Langbahn beim Schleswig-Holsteiner zu sein. „Beim EM-Semifinale in Werlte möchte ich natürlich ganz vorn dabei sein. Die Bahn liegt mir und ich denke ich habe gute Chancen das Finale zu erreichen.“ Geht es dabei nach dem Gesetz der Serie könnte Katt durchaus im Trend liegen. In einem Drei-Jahres-Rhythmus wäre nach 2006 und 2009 in diesem Jahr wieder das „Jahr der Katze“.

 

Unmittelbar nach dem EM-Halbfinale (28.Juli) will Stephan Katt am 5. August in Melsungen den Ton angeben. Beim offenen Sandbahnrennen geht der Neuwittenbeker nach eigenen Angaben „voll auf Sieg“. „Ich denke ich werde noch einige interessante Rennen in diesem Jahr fahren und hoffe natürlich hier die Erfolge einzufahren, die mir die entsprechende Motivation geben um im kommenden Jahr einen neuen Angriff auf den Langbahn-Weltmeisterschafts-Titel zu starten.“

 

Am 12. August wird Katt beim Grasbahn-Rennen in Rastede an den Start gehen ehe er sich dann am 17. August in Staphorst (Niederlande) und am 1. und 2. September in Berghaupten mit der sportlichen Konkurrenz messen wird.

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