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Blick nach vorn richten

30.09.2013 15:51


Enttäuschende Saison für Katt und Kröger

 

tl_files/0_news/2013/20130930_Katt und Kroeger.JPGBrokstedt/Bokel/Neuwittenbek. Für die beiden Motorradprofis Stephan Katt und Matthias Kröger sollte das Finale der Deutschen Sandbahnmeisterschaft in Haunstetten (bei Augsburg) ein letzter Lichtblick in einer ansonsten mehr als enttäuschenden Bahnsport-Saison werden. Statt eines Triumphes erlebten die beiden Schleswig-Holsteiner jedoch auch im letzten Rennen des Jahres jeweils eine persönliche Schlappe. Am Ende kam Stephan Katt mit neun Punkten auf einen mageren siebenten Rang in der Endabrechnung und rangierte dabei zwar noch einen Platz vor seinem Teamkollegen vom MSC Brokstedt, doch gab es für Katt keinen Grund mit dem Abschneiden zufrieden zu sein. "Die ganze Saison war eine einzige Katastrophe." Dabei hatte sich der 34jährige Motorradsportler aus Neuwittenbek bei Kiel im Vorfeld viel vorgenommen. Nach dem frühzeitigen großen Rückstand auf die Führungsgruppe in der Einzelweltmeisterschaft konnte Katt weder seinen Europameisterschaftstitel auf der Grasbahn noch den WM-Titel mit der Nationalmannschaft auf Sand verteidigen. "Glücklicherweise sind mir größere Verletzungen erspart geblieben," so Katt, der jedoch immer wieder mit technischen Problemen haderte. So hoffte der "Catman" am vergangenem Wochenende zumindest auf nationaler Ebene noch ein Erfolgserlebnis verbuchen zu können. Katt: "Es lief aber auch in Haunstetten irgendwie nicht rund. Damit muss und werde ich leben können. Ich werde die Saison abhaken und den Blick ganz klar nach vorn richten." Die erreichte Qualifikation für die Weltmeisterschaftsserie auf der Langbahn im nächsten Jahr ist da ein schwacher Trost.

 

Für Matthias Kröger ist auch dieser Zug abgefahren. Nach der verpassten WM-Qualifikation startet der Familienvater aus Bokel im Kreis Pinneberg im kommenden Jahr bei null. "Von meinem schweren Sturz zu Saisonbeginn beim Rennen in Schwarme habe ich mich eigentlich über die gesamte Saison nicht richtig erholt." Terminstress und Erfolgsdruck ließen das 44jährige Urgestein des Bahnsports von einer Niederlage in die nächste schlittern. Am Ende steht auch Kröger ebenfalls mit leeren Händen dar. Aufgeben gilt jedoch auch für Kröger nicht, der bereits angekündigt hat die Winterpause komplett seiner Gesundheit zu widmen um dann im nächsten Frühjahr topfit an den Start zu gehen.

 

Beim Rennen in Haunstetten verpasste Kröger am Ende den Einzug in das Halbfinale und belegte letztlich mit sieben Zählern den achten Rang. Für Furore sorgte indes Martin Smolinski aus Olching bei München, der sich mit einem lupenreinen "Maximum" von 20 Punkten überlegen den Meistertitel vor Richard Speiser (Börwang im Allgäu) (17 Punkte) und Enrico Janoschka aus Güstrow (13 Punkte) sicherte und dabei den Respekt der Konkurrenz erntete. Katt: "Was Martin heute hier gezeigt hat war nicht von dieser Welt. Ein hochverdienter Sieger hat eine echte Demonstration im Bahnsport präsentiert. Herzlichen Glückwunsch."

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