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„Catman“ findet neues Motivationsmittel

02.05.2014 21:02


Stephan Katt ärgert sich über zweiten Rang

 


tl_files/0_news/2014/20140502_DGF_lzn.jpgEigentlich dürfen sich Sportler über einen zweiten Platz bei einem sportlichen Wettbewerb freuen. Ganz anders indes Motorradprofi Stephan Katt. Beim ADAC-Sandbahnrennen in Dingolfing (Bayern) belegte der 34jährige Bahnsportler aus Neuwittenbek bei Kiel den besagten zweiten Rang und zeigte letztlich alles andere als grenzenlose Freude. „Ich habe mich heute regelrecht über das Ergebnis geärgert!“ Was war passiert? Nach zwei Laufsiegen und einem zweiten Rang in den Vorläufen sicherte sich der „Catman“ vorzeitig einen Platz im Halbfinale. Auch hier präsentierte sich der dreimalige Grasbahn-Europameister einmal mehr in bester Verfassung und mit perfekt abgestimmten Motorenmaterial. Katt: „Mein Team hat akribisch gearbeitet und meine neuen Aggregate aus dem Hause Großewächter laufen einmalig. Es war alles optimal.“ Mit 15 Punkten vor dem Finale agierte der Schleswig-Holsteiner als großer Favorit für den Gesamtsieg mit zwei Zählern Vorsprung vor Aki Pekka Mustonen (Finnland) und Jörg Tebbe (Dohren), die jeweils 13 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten. Was im letzten Lauf des Tages vor rund 3000 Zuschauern folgte, umschreibt Katt als persönliches emotionales Fiasko. „Beim Start gab es eine Szene, die mich zur Zurückhaltung zwang. Das passiert – war in diesem Moment aber für mich entscheidend. Ich wollte einfach einen unkontrollierbaren Unfall verhindern.“  Letztlich beendete Katt den finalen Lauf auf dem vierten Platz und musste sich in der Endabrechnung mit dem zweiten Platz mit dem punktgleichen Mustonen begnügen. „Heute habe ich mich zum ersten Mal richtig über einen zweiten Platz geärgert.“

 

Der Sieg im Finale bescherte Martin Smolinski immerhin noch den dritten Rang in der Endabrechnung und den Gewinn des „Silbernen Schwammerling“. Stephan Katt zieht allerdings aus dem Sandbahnrennen in Dingolfing eine persönliche Konsequenz: „Zukünftig werde ich mich wohl immer an dieses Rennen und meinen Ärger über meine Platzierung erinnern. Ich bin mir ganz sicher, dass mich diese Situation besonders motivieren wird weil ich so etwas nicht noch einmal in meiner Karriere erleben will!“


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