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„Catman“ peilt Podiumsplatz an

13.09.2012 11:18


Langbahn-WM: Stephan Katt vor „Heim-Grand-Prix“ zuversichtlich

 

tl_files/0_news/2012/0913_pm Katt Vechta.jpgBokel/Brokstedt/Neuwittenbek. Vor dem letzten Langbahn-Grand-Prix der Saison am kommenden Sonnabend in Vechta, präsentiert sich Stephan Katt noch einmal äußerst konzentriert und kämpferisch. „Ich kann zwar in die Vergabe der Weltmeisterschaft nicht mehr eingreifen, bin allerdings so ehrgeizig, dass ich unbedingt meine eigene Platzierung festigen oder verbessern möchte.“ Derzeit rangiert Katt, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt startet, mit 70 Zählern auf dem sechsten Rang in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft und hätte somit die Qualifikation für die WM 2013 sicher geschafft. „Ich möchte natürlich nicht ins Challenge und wenn ich ehrlich bin ist dies für mich auch gar kein Thema.“ Sollte der „schlimmste Fall“ jedoch für den Neuwittenbeker eintreten so hätte er am 22. September ein zusätzliches Rennen im Tschechischen Marrienbad zu bestreiten. „Das habe ich nicht eingeplant. Ich fahre an dem besagten Wochenende nur das Speedway-Rennen in Brokstedt am Sonntag!“ Vielmehr gilt es für den „Catman“ für das Rennen im Reiterwaldstadion noch einmal die gesamte Konzentration zu bündeln. „Vechta als einziger Langbahn-Grand-Prix in Deutschland ist für mich natürlich etwas ganz besonderes. Die Fans stehen sicherlich geschlossen hinter uns einheimischen Fahrern – da kommt die entsprechende Motivation von ganz allein.“ Beim letzten WM-Rennen in Morizes (Frankreich) konnte Katt mit dem dritten Platz hinter Jörg Tebbe (2.) und dem Sieger Josef Franc (Tschechien) seine bisher beste Platzierung im laufenden Wettbewerb einfahren. „Es hätten am Ende gern noch einige Punkte mehr sein können, durch meinen Sturz in den Vorläufen waren es letztlich aber nur 19.“ Trotz erheblichen Materialschadens kam Katt unverletzt davon und fühlt sich entsprechend fit für das Rennen in Niedersachsen. „Vechta bietet immer eine ganz besondere Atmosphäre. Unter Flutlicht ist die Stimmung besonders gut.“ Die Bahn im Reiterwaldstadion bezeichnet der Schleswig-Holsteiner als sehr anspruchsvoll – für ihn persönlich allerdings mit vielen Möglichkeiten. „Ich rechne mir gute Chancen aus, meine Pläne entsprechend zu verwirklichen.“

 

Für Katts Brokstedter Teamkollegen Matthias Kröger geht es im letzten WM-Lauf ebenfalls um die Qualifikation für das kommende Jahr. Nach seiner schweren Verletzung, die Kröger nach seinem Sturz beim Grasbahn-EM-Finale in Eenrum (Niederlande) davon trug, saß der 43jährige aus Bokel (Kreis Pinneberg) in Morizes zum ersten Mal wieder auf dem Motorrad. Mit seinem elften Rang war Kröger zwar nach der „Zwangspause“ zufrieden, steht mit derzeit 67 Punkten auf dem achten Platz der Gesamtwertung und muss alles daran setzen in Vechta eine Teilnahme am „Challenge“ zu verhindern.

 

Der in der WM führende Fahrer Jonas Kylmäkorpi aus Finnland (123 Punkte) möchte in Vechta die Titelverteidigung perfekt machen. Bester Deutscher ist derzeit Martin Smolinski (102 Punkte) auf dem vierten Platz.

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