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Demonstration des "Catman"

01.07.2013 18:00


Stephan Katt dominiert in Osnabrück

 

tl_files/content/media/2013/0630_osnabrueck/Osna-16.JPGNeuwittenbek. Was Motorradprofi Stephan Katt beim 59. Internationalen Grasbahnrennen auf der Nahner Waldbahn in Osnabrück zeigte, kam einer Demonstration von hoher Rennsportkultur gleich. Sechs Starts - sechs Siege. Die Bilanz des 33jährigen blieb am Ende lupenrein. Die Gegner, immerhin Fahrer von internationaler Klasse wie der derzeit Zweitplatzierte der Langbahn-WM Jörg Tebbe oder Routiniers wie Matthias Kröger, Andrew Appleton (GB) oder Dierk Fabriek (NL), hatten gegen den bestens aufgelegten Schleswig-Holsteiner nicht ansatzweise eine Chance. "Es lief heute bei mir einfach perfekt", so Katt, der zum Auftakt des Renntages den Sonderlauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft mit einem respektablen Vorsprung für sich entscheiden konnte und damit gleichzeitig die Marschrichtung für das Rennen um den "ADAC-Silberhelm" vorgab. Was folgte war eine beeindruckende Vorstellung von vier Vorläufen, bei denen Katt ein ums andere Mal einen so genannten "Start-Ziel-Sieg" einfahren konnte. Mit 20 Zählern hatte der "Catman" bereits vor dem Finale den Tagessieg sicher, doch wollte der amtierende Grasbahn-Europameister aus Neuwittenbek bei Kiel letztlich seine weiße Weste behalten. "Heute war es eigentlich egal von welchem Startplatz ich in das Rennen gehen konnte." In der Tat sollte Katt, der sich zunächst eine kleine Hakelei mit seinem Teamkollegen vom MSC Brokstedt Matthias Kröger lieferte, nach der ersten Kurve mit viel Schwung einen großen Abstand zum übrigen Starterfeld verschaffen. Letztlich konnte Katt im letzten Lauf des Tages seiner überragenden Leistung die Krone aufsetzen und mit einem Maximum von 25 Zählern einen neuen Maßstab setzen und zudem einen neuen Geschwindigkeitsrekord von mehr als 104 durchschnittlich gefahrenen Stundenkilometern in Osnabrück aufstellen. Katt: "Dieser Sieg ist für mich unheimlich wichtig, konnte ich doch einmal mehr unter Beweis stellen, dass die jüngsten Pleiten in Finnland und Norwegen aufgrund von technischen Pannen zustande kamen und nichts mit meiner sportlichen Form zu tun hatten." Nach dem Sieg beim Sandbahnrennen in Pfarrkirchen und dem jüngsten Erfolg in Osnabrück geht Katt mit vioel Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben. "Am kommenden Wochenende starte ich beim Rennen in Zweibrücken ehe dann am 21. Juli das Grasbahn-Europameisterschaftsfinale in Bielefeld auf dem Programm stehen." In der derzeitigen Verfassung scheint beim "Catman" alles möglich - warum also auch keine Titelverteidigung der europäischen Grasbahn-Krone?

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