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Ende aller EM-Pläne nach Unfall

29.06.2014 12:21


Stephan Katt wurde in Frankreich ausgebremst

tl_files/0_news/2014/20140629_Catman.JPGNeuwittenbek. Das Finale der Grasbahn-Europameisterschaft im französischen St. Maceire endete für Stephan Katt mit einem schweren Unfall. Der Motorradprofi aus Neuwittenbek bei Kiel wurde in seinem dritten Lauf von Richard Speiser (Böwang im Schwarzwald) regelrecht ausgebremst und geschnitten so das es zu einem unvermeidbaren Zusammenstoß kam, bei dem beide Fahrer zu Fall kamen und Katt später aufgrund dieses Sturzes verletzungsbedingt aufgeben musste Dabei hatte es für den 34jährigen „Catman“ durchaus verheißungsvoll angefangen. „Das Motorrad lief gut und ich habe schnell meine taktische Linie umsetzen können,“ so Katt, der zunächst kräftesparend agieren wollte, deutete sich doch bei sommerlichen Temperaturen eine lange Nacht auf einer durchaus anspruchsvollen Bahn an. Zwei zweite Plätze in den ersten beiden Läufen bescherten Katt acht Punkte und einen Platz im Feld der Titelaspiranten. Katt: „Natürlich war ich gekommen um meine Chance auf meinen vierten EM-Titel zu nutzen.“ Nach dem Unfall mit Speiser, der die Entscheidung zur Disqualifikation als Abbruchverursachers für den Neustart durch den Schiedsrichter nicht akzeptieren wollte und sich nach dem Rennen selbst in der Opferrolle sah, sicherte sich Katt im Wiederholungslauf weitere drei Zähler und blieb somit auf dem richtigen Kurs. Das vorzeitige Ende kam jedoch nur kurze Zeit später. „Im Wiederholungslauf hatte ich noch einen dermaßen hohen Adrenalinspiegel so das ich kaum Schmerzen verspürte. Dies änderte sich jedoch direkt nach dem dritten Lauf,“ so der dreimalige Grasbahn-Europameister, bei dem später eine leichte Gehirnerschütterung, Prellungen im Nackenbereich sowie eine Verletzung der linken Hand diagnostiziert wurden.

 

Zwar lag der Schleswig-Holsteiner auch nach seinem letzten Start des Abends an aussichtsreicher zweiter Position, doch nach einem Ausweichmanöver – der Finne Aki-Pekka Mustonen verlor kurz die Kontrolle über sein Motorrad – kollidierte Katt mit der Bande und fiel auf den letzten Platz zurück. „Danach hatte ich keine Kraft mehr und auch die Schmerzen ließen mir keine andere Wahl als aufzugeben.“

 

Statt eines Krankenhausaufenthaltes in Frankreich wählte Katt noch in der Nacht den Antritt zur Heimreise. „Ich möchte mich in Kiel direkt in die Behandlung von Dr. Martin Schweiger geben. Er kennt meine Krankenakte und ihm schenke ich mein ganzes Vertrauen.“

 

Den Start im Grasbahnrennen in Osnabrück, der für den nachfolgenden Tag geplant war, sagte Katt noch in der Nacht nach dem EM-Finale ab. Katt: „Ein weiteres Rennen ist mit diesen Verletzungen derzeit einfach nicht möglich. Ich hoffe, dass ich einigermaßen glimpflich davon gekommen bin da ich noch einige Pläne für diese Saison habe.“

 

Letztlich werden wohl erst die eingehenden Untersuchungen in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Aufschluss über die Folgen dieser unnötigen Kollision und über den weiteren Saisonverlauf des „Catman“ geben.



Ergebnis Grasbahn-Europameisterschaft in St.Macaire (Frankreich):


1. Jannick de Jong (Niederlande)
2. David Howe (England)
3. Enrico Janoschka (Güstrow)
12. Stephan Katt (Neuwittenbek

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