News

Keinem falschen Zwang unterliegen

24.03.2013 13:02


Stephan Katt: „Unter Druck können sich andere setzen“

 

tl_files/0_news/2013/20130324_Catman-Vorbereitungen.jpgBrokstedt/Neuwittenbek. Wer in diesen Tagen Motorradprofi Stephan Katt begegnet, der trifft auf einen Bahnsportler, der sich akribisch auf die neue Saison vorbereitet, dabei allerdings scheinbar sein inneres Gleichgewicht gefunden hat. „Die letzte Saison zählt auf der einen Seite ganz klar zu den erfolgreichsten meiner Karriere – auf der anderen Seite schwebt die verpatzte Langbahn-Einzel-WM wie ein Damoklesschwert über mir.“

 

Nach eigenen Worten hatte der „Catman“ allerdings sehr viel Zeit um das Jahr 2012 ab- und aufzuarbeiten. „Ich bin in der glücklichen Lage ein wirklich starkes und zuverlässiges Team hinter mir zu wissen.“ In der Tat scheint der Neuwittenbeker Katt auf allen Positionen in seinem Umfeld gut besetzt. Angefangen bei seinen Mechanikern, über eine professionellen Öffentlichkeitsarbeit, zuverlässigen Sponsoren und Beratern bis hin zu einer treuen Fangemeinschaft unter der Führung seines Fan-Clubs „Die Nord-Connection“ mangelt es beim amtierenden Grasbahn-Europameister nahezu an nichts. „Dass ich so viele Vertraute um mich weiß, gibt mir schon ein beruhigendes Gefühl.“

 

Dies scheint angesichts der anstehenden sportlichen Herausforderungen auch unbedingt nötig, hängt der berühmte Brotkorb doch einmal mehr sehr hoch. „Ich werde natürlich versuchen von Beginn an meine Stärken auszuspielen, weiß aber auch, dass die Konkurrenz mächtig aufgerüstet hat.“ „Trommeln“ gilt für den 33jährigen, der auch in der anstehenden Saison zum Kader beim Speedwaybundesligisten MSC Brokstedt gehört, jedoch nicht. „Ich werde mich nur auf das Wesentliche konzentrieren.“ In eine sinnbildliche Ecke will sich der gebürtige Kieler dabei nicht drängen lassen. „Ich denke mittlerweile habe ich meinen Stil gefunden – markige Sprüche und Polarisationsambitionen überlasse ich gern anderen.“ Vielmehr geht es Katt in diesem Jahr darum seinen Stil von Beginn an durchzusetzen. Auch in Tuning-Fragen lässt sich der fünfmalige Langbahn-Team-Weltmeister nicht in die Karten schauen. Auf die Frage welchen Motor er in der kommenden Serie fahren wird antwortet Katt viel sagend nur: „Einen Guten“.

Zurück