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Kröger steigt wieder aufs Motorrad

09.09.2012 11:35


Bahnsport: Nach Verletzungspause greift der Bokeler wieder an

 

tl_files/0_news/2012/0909_pm kroeger wm.JPGAufatmen beim MSC Brokstedt. Gestern hat der Mannschaftskapitän des Speedway-Bundesligisten Matten Kröger es offiziell verkündet: Am Sonnabend in Morizes beim fünften Langbahn-Grand-Prix wird er definitiv wieder ans Startband rollen. Nach einer eingehenden Untersuchung bei Dr. Schweiger in Kiel gab es "grünes Licht" für den 43jährigen Motorradprofi aus Bokel (Kreis Pinneberg), der beim Grasbahn-EM-Finale in Eenrum (Niederlande) vor rund drei Wochen schwer gestürzt war.

 

"Die letzte Barriere war mein Kopfgefühl - das galt es zu überwinden", so Kröger. Direkt nach der ärztlichen Untersuchung nahm der Familienvater aber auch diese Hürde, als er auf seiner Heimbahn - dem Holsteinring in Brokstedt - einige Proberunden fuhr. "Ich saß ganz normal auf dem Motorrad und verspürte dabei keinerlei Hemmungen und Blockaden!" In der Tat absolvierte Kröger ein normales Training, welches nicht auf etwaige Einschränkungen, die durch seinen Unfall hervorgerufen werden könnten, hindeutete. „Ich bin nicht so leichtsinnig um ein nicht zu übersehbares Risiko einzugehen. Hätte ich heute irgendwelche Probleme gehabt, hätte ich die Entscheidung für das Rennen in Morizes nicht getroffen.“ Für Kröger geht es in den letzten beiden Langbahn-Weltmeisterschaftsläufen um wichtige Punkte und die direkte Qualifikation für den Wettbewerb im letzten Jahr.
„Ich möchte natürlich vermeiden am 22. September in Marienbad in die nachträgliche WM-Qualifikation zu müssen.“ Um den Weg nach Tschechien zu vermeiden muss der Schleswig-Holsteiner in der Endabrechnung mindestens den siebenten Rang belegen. Derzeit rangiert Kröger mit 56 Punkten auf dem sechsten Platz.
Um die direkte WM-Qualifikation 2013 geht es in den letzten zwei Rennen auch bei Krögers Brokstedter Teamkollegen Stephan Katt.

 

Nach vier enttäuschenden Läufen steht beim gebürtigen Kieler der neunte Platz mit 51 Zählern zu Buche. Katt gibt sich indes gewohnt kämpferisch. „Theoretisch kann ich noch den dritten Platz in der Endabrechnung belegen – alles ist möglich.“ Dafür müsste Katt allerdings die letzten beiden Läufe für sich entscheiden. Bester deutscher Bahnsportler in der WM ist derzeit Martin Smolinski. Der mit 79 Punkten an dritter Stelle rangiert. Als Titelverteidiger hat Joonas Kylmäkorpi (Finnland) als WM-Führender (108 Punkte) derzeit die besten Aussichten auf dem Gesamtsieg.

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