News

Langbahn-WM entwickelt sich zum Fiasko

16.06.2013 13:21


Katt und Kröger nach zwei Läufen bereits abgeschlagen

 

tl_files/0_news/2013/20130615_Katt-Langbahn-WM.JPGBrokstedt/Bokel/Neuwittenbek. Die Langbahn-Weltmeisterschaft 2013 entwickelt sich für die beiden Schleswig-Holsteinischen Motorradprofis Stephan Katt und Matthias Kröger zu einem echten Fiasko. Nach einem enttäuschenden ersten Lauf in Forssa (Finnland) erfolgte mit dem zweiten Durchgang in Forus (Norwegen) nun der zweite Rückschlag. Sowohl Kröger als auch Katt blieben weit hinter ihren eigenen Erwartungen. Eine Reihe von technischen Problemen sorgten vor allen Dingen bei Stephan Katt für ein niederschmetterndes Ergebnis. „Ich habe zwei meiner Motoren durch Totalschäden verloren, musste einen Zahnriemenriß beklagen und konnte in einem Lauf den Gashahn nicht mehr kontrollieren. So etwas habe ich in meiner fast 30jährigen Rennsporttätigkeit noch nicht erlebt.“ Dem Neuwittenbeker fehlten nach dem Rennen in Forus passende Erklärungen für die Ansammlung der technischen Defekte. „Ich werde sicherlich nach Entschuldigungen suchen – aber so einen Tag habe ich persönlich noch nicht erlebt. Am Ende belegte Katt mit lediglich zwei Punkten den vorletzten Platz im 20köpfigen Starterfeld. Im Gesamtklassement belegt der amtierende Grasbahn-Europameister nach zwei von sechs WM-Läufen Rang 18. „Die WM kann ich damit getrost abhaken. Jetzt geht es für mich nur noch darum die direkte Qualifikation für das kommende Jahr zu schaffen.“ Dafür muss der gebürtige Kieler jedoch mindestens unter die ersten sieben Fahrer in der Endabrechnung kommen. Für Matthias Kröger, Teamkollege von Stephan Katt beim Speedway-Bundesligisten MSC Brokstedt, lief es in Forus nicht viel besser. Auch Kröger haderte mit technischen Problemen und konnte letztlich nur drei Zähler verzeichnen. Für den Familienvater aus Bokel (Kreis Pinneberg) – jetzt 15. In der laufenden Weltmeisterschaft - gilt es ebenfalls alles daran zu setzen um sich einen der Qualifikationsplätze zu ergattern. Zwischen den beiden WM-Läufen durfte sich Kröger zwar über einen Sieg beim offenen Langbahn-Rennen in Vasaa (Finnland) freuen, den erhofften Schub für den Lauf in Norwegen konnte der 44jährige jedoch nicht verzeichnen.

 

Viel Zeit um die Geschehnisse aufzuarbeiten der „Skandinavischen Woche“ bleibt den beiden Stahlschuhartisten aus dem hohen Norden nicht. Bereits am kommenden Sonntag (23.Juni) steht Matten Kröger beim Bundesligarennen des MSC Brokstedt gegen den AC Landshut am Startband auf dem Holsteinring. Stephan Katt agiert zeitgleich beim Langbahn-Rennen in Pfarrkirchen (Bayern) und plagt sich derweil mit grundelementaren Sorgen. „Ich habe nach den derben Erlebnissen in Finnland und Norwegen eigentlich keinen leistungsstarken Motor mehr. Neben dem sportlichen muss ich auch ein finanzielles Fiasko bewerkstelligen!“ Harte Zeiten für die Brokstedter Bahnsportler. Aus Sicht des MSC gab es allerdings in Forus auch etwas Erfreuliches zu verzeichnen. MSC-Pilot Joonas Kylmäkorpi (Finnland), amtierender Weltmeister auf der Langbahn, gewann den zweiten WM-Durchgang und führt das Gesamtklassement nun mit 53 Punkten an.


Das Ergebnis des zweiten WM-Laufs in Forus (Norwegen):

 

1. Joonas Kylmäkorpi (Fin) 28 Punkte
2. Akki-Pekka Mustonen (Fin) 20 Punkte
3. Jörg Tebbe (Dohren) 22 Punkte
4. Richard Hall (GB) 17 Punkte
5. Cameron Woodward (Aus) 18 Punkte

 

18. Matthias Kröger (Bokel) 3 Punkte
19. Stephan Katt (Neuwittenbek) 2 Punkte

Zurück