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Motorschaden ließ Final-Träume platzen

17.09.2014 23:00

Motorrad: Stephan Katt im Mix der Gefühle

Neuwittenbek/Brokstedt. Hin und her gerissen präsentierte sich Motorradprofi Stephan Katt nach dem vierten Langbahn-Grand-Prix im französischen Morizes.


Eigentlich lief zunächst alles ganz nach dem Geschmack des 35-Jährigen Bahnsportler vom MSC Brokstedt e.V. im ADAC. Nach einem Trainingssturz am Vortag hatte Katt scheinbar die perfekte Motorradeinstellung für das Flutlichtrennen auf der 550-Meter-Bahn gefunden, konnte in den Vorläufen sowohl den WM-Führenden Jannick de Jong aus den Niederlanden sowie den Zweiten im Gesamtklassement, Erik Riss aus Bad Wurzach (Baden-Württemberg) schlagen und bewegte sich mit zehn Punkten nach den Vorläufen klar auf Finalkurs.


Was folgte war letztlich für den „Catman“ mehr als ärgerlich. „Ich habe bereits in meinem letzten Vorlauf gemerkt, dass der ansonsten gut eingestellte Motor Probleme machen würde,“ so Katt, der vor dem Halbfinallauf mit seinem Team fieberhaft an der Technik arbeitete. Katt: „Ich wusste worauf es ankommen würde und wir arbeiteten unter Hochdruck. Leider ist die Zeit bei einem Rennen extrem limitiert.“


Was sich bereits angedeutet hatte, sollte letztlich für Katt bittere Realität werden. Im Halbfinallauf, der über den Einzug in den Lauf der sechs bestplatzierten Akteure des Rennens entscheiden sollte, kam es für den gebürtigen Kieler dann zum „Super-Gau“. „Nach dem Start lief es noch ganz gut doch dann in der zweiten Runde verabschiedete sich mein Motor und ich konnte nur noch ohne Leistung ausrollen um dann an letzter Stelle das Motorrad über die Ziellinie zu schieben.“


Mehr als zehn Punkte und ein Achtungsapplaus angesichts seiner sportlichen Einstellung, sollte dem Schleswig-Holsteiner somit nicht bleiben. Trotz der verpassten Finalteilnahme in Morizes lässt sich Katt nicht demoralisieren. Immerhin bleibt mit dem Rennen in Mühldorf (Bayern) am 28. September für den „Catman“ noch ein WM-Lauf um das Punktekonto noch aufzustocken.
Seinen nächsten Einsatz hat Stephan Katt am kommenden Sonnabend beim internationalen Sandbahn-Rennen in Vechta.

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