News

Segen für den WM-Titel

29.03.2012 17:54


tl_files/0_news/2012/0329_pm.jpgBrokstedt/Neuwittenbek/Wurmannsquick. „Ich war schon sehr überrascht und gerührt als mich dieser Anruf ereilte.“ Für Stephan Katt, seines Zeichens Langbahn-Team-Weltmeister und Akteur der Speedway-Bundesliga-Mannschaft des MSC Brokstedt e.V. im ADAC, steht ein bedeutungsvolles Wochenende an. „Als mein Sponsor Franz Niedermayer mir von den Plänen von Pfarrer Michael Bichler erzählte, wusste ich zunächst nicht was ich sagen soll.“ In der Tat ist es wohl nicht alltäglich, dass ein Geistlicher einem Motorradsportler für die anstehende Saison Gottes Segen geben möchte.

 

Der 50jährige  Bichler aus dem bayrischen Wurmannsquick im Landkreis Rottal-Inn ist jedoch ein bekennender Sportfan, der kürzlich mit einer ungewöhnlichen Handlung für Aufsehen sorgte. Angesichts der sportlichen Misserfolge des FC Bayern München zu Beginn der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga machte sich der glühende Anhänger des deutschen Rekordmeisters auf nach München. Um seinem Lieblingsclub wieder in die sportliche Spur zu helfen, griff Bichler zu einer eher ungewöhnlichen Methode. Mit im Gepäck hatte Bichler zwei Liter Weihwasser um den Rasen in der „Allianz-Arena“ im Norden der bayrischen Landeshauptstadt zu segnen. Abergläubisch sei er nicht, so Bichler damals, doch schienen seine Gebete doch erhört worden. Nach dieser ungewöhnlichen Aktion lief es bei den Bayern prächtig, erzielte das Team doch bereits im ersten Spiel auf dem gesegneten Grün sieben Treffer gegen den FC Basel und startete danach einen überzeugenden Sturmlauf in der Liga. „Am kommenden Wochenende wird Pfarrer Bichler das Treffen meines Fan-Clubs in Wurmannsquick besuchen und kündigte an sowohl mich als auch mein Langbahn-Motorrad segnen zu wollen – für mich ist das eine wirklich aufregende Sache.“

 

Der „Catman“ sieht die geistliche Handlung des sportbegeisterten Theologen als absolute Ehre an, die in dieser Form im Deutschen Bahnsport einmalig erscheint. „Was den Bayern nützt, kann einem Schleswig-Holsteiner sicherlich nicht schaden. Für meine Pläne in der Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft kann ich jede Unterstützung brauchen,“ so der Neuwittenbeker vor der kirchlichen Zeremonie.

Zurück