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Sturz stoppt den „Catman“

22.07.2013 19:04


Traum von der Titelverteidigung geplatzt

 

tl_files/0_news/2013/20130722_Katt-Bielefeld.JPGBokel/Neuwittenbek. Der Traum vom vierten Grasbahn-Europameisterschaftstitel für Stephan Katt ist geplatzt. Beim Finale in Bielefeld schaffte es der 33jährige Bahnsportprofi aus Schleswig-Holstein nicht seinen Erfolg vom letzten Jahr zu wiederholen. Die Gründe waren nach dem Rennen schnell analysiert. „Janick de Jong war heute einfach der beste Fahrer – ihn im Finale zu schlagen hätte für mich ein extrem hohes Risiko bedeutet“, so Katt, der zuvor neben dem Holländer de Jong zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Gesamtsieg zählte. Nach einem problemlosen Einzug in das Finale der besten sechs Akteure erwischte Katt einen nicht ganz so guten Start. „Mir war klar, dass ich nur mit einem gewonnen Start den Titel hätte verteidigen können. So ging es für mich jedoch nur noch um einen Podestplatz hinter dem neuen Europameister.“ Letztlich kam es für den „Catman“  ganz anders als geplant. De Jong setzte auch im Endlauf seine blendende Form in Szene und bestimmte von Beginn an das Geschehen. In einem sehenswerten Duell kämpfte dahinter Katt mit Dirk Fabriek (Niederlande) über vier Runden um den zweiten Platz. Mit einer Schlussattacke wollte es der Neuwittenbeker noch einmal wissen, verlor bei einem Überholmanöver in der Zielkurve jedoch die Kontrolle über sein Motorrad und kam zu Fall. Katt: „Ich hatte starke Schmerzen im rechten Ellenbogen und hatte nicht mehr die Kraft die Spur zu halten.“ Bitter, dass sich im entscheidenden Moment die Verletzung bemerkbar machte, die sich Katt eine Woche zuvor beim Langbahn-Weltmeisterschaftslauf in Marmande (Frankreich) zugezogen hatte. „Die Regenerationszeit war einfach zu kurz. Ich bin zwar schmerzfrei in das Rennen gegangen, am Ende war die Belastung jedoch einfach zu groß.“ Trotzdem zeigte sich Stephan Katt mit der eigenen Leistung zufrieden, lobte jedoch auch die Konkurrenz. „Zweifellos ist Jannik de Jong ein würdiger Europameister. Er war heute der beste Fahrer und hat absolut verdient gewonnen. Respekt vor dieser Vorstellung!“ Am Ende kam Stephan Katt auf den sechsten Rang, präsentierte sich jedoch bereits unmittelbar nach der Siegerehrung kämpferisch. „Im nächsten Jahr greife ich wieder an. Der Rekord des viermaligen Gewinns des EM-Titels ist noch offen – das ist also das Ziel!“ Für Katts Teamkollegen vom MSC Brokstedt, lief es in Bielefeld ebenfalls alles andere als zufrieden stellend. Mit einem Rückstand von nur einem Punkt verpasste der 44jährige aus Bokel im Kreis Pinneberg den Startplatz im A-Finale und belegte letztlich den neunten Rang im Gesamtklassement. „Es hat einfach nicht gereicht. Im direkten Duell mit Dirk Fabriek hatte ich nicht die Ideallinie gefunden“, so Kröger, der über das eigene Abschneiden mehr als enttäuscht war. „Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr ausgerechnet.

 

Am kommenden Wochenende starten Kröger und Katt beim internationalen Sandbahnrennen in Werlte. Katt: „Dieses Rennen hat einen hohen ideellen Wert für mich. Die Atmosphäre in Werlte ist außergewöhnlich. Besonders freue ich mich, dass mein Freund und Pressesprecher Michael Schubert dort als Stadionsprecher im Einsatz sein wird und für die richtige Stimmung sorgen wird!“

Das Endergebnis vom Grasbahn-EM-Finale in Bielefeld:

1. Janick de Jong (NL)
2. Dirk Fabriek (NL)
3. Richard Speiser (D)
4. Jörg Tebbe (D)
5. Enrico Janoschka (D)
6. Stephan Katt (D)

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9. Matthias Kröger (D)

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