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Technischer Defekt kostete Finalplatz

18.06.2012 12:40


tl_files/0_news/2012/0618_forus pm.jpgBrokstedt/Neuwittenbek. Für Stephan Katt endete das zweite Rennen um die Langbahn-Weltmeisterschaft mit einer herben Enttäuschung. Ein technischer Defekt in seinem letzten Vorlauf kostete den Neuwittenbeker wichtige Zähler im Titelkampf. Dabei schien das Rennen in Forus (Norwegen) zunächst ganz nach den Plänen des „Catman“ zu verlaufen. „Mit zwei zweiten Plätzen war ich voll im Soll.“ Es folgten weitere drei Punkte ehe Katt dann den schicksalsträchtigen letzten Vorlauf durchleben musste. „Nach einem perfekten Start lag ich in Führung. Bis zur letzten Runde konnte ich mein Programm abspulen.“ Was allerdings dann folgte bescherte dem Stahlschuhartisten, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt startet, ein Wechselbad der Gefühle. „Den sicheren Laufsieg vor Augen gab es einen Knall und der Motor entwickelte keine Leistung mehr.“ So konnte Katt sein Motorrad nur noch ausrollen lassen und die Konkurrenz ziehen lassen. „Es war ein ganz bitterer Moment, der mich natürlich komplett demotivierte.“ Umso ärgerlicher, dass es sich bei dem defekten Aggregat um eine komplette Neuanschaffung handelte, die eigens für die Langbahn-WM entsprechend getunt wurde. „Mit meinem Ersatzmotor konnte ich im Halbfinale nicht viel erreichen.“ Lediglich zwei weitere Punkte sollten das „Aus“ für Katt bedeuten – das Finale des Tages fand ohne den amtierenden Langbahn-Team-Weltmeister statt.

 

Mit einer Gesamtausbeute von lediglich 13 Punkten blieb Katt in Norwegen dabei mit seinem siebenten Rang in der Endabrechnung ganz klar unter den Erwartungen und der eigenen Zielsetzung. Mit nunmehr 33 Zählern liegt Katt in der Gesamtwertung der laufenden WM auf Platz sechs. „Der Abstand zur Spitze ist natürlich schon recht beachtlich aber bei vier verbleibenden Rennen ist für mich noch einiges möglich.“ Gewohnt optimistisch zeigte sich der Schleswig-Holsteiner bereits kurz nach dem verpatzten Auftritt in Forus.

 

Besser lief es in Norwegen indes für Katts Brokstedter Teamkollegen Matthias Kröger. Mit einem sensationellen dritten Platz setzte der Routiner aus Bokel (Kreis Pinneberg) ein echtes Ausrufezeichen und untermauerte einmal mehr die Tatsache, dass er immer noch zur Elite des Bahnsports in Deutschland zählt.

 

Bereits am kommenden Sonnabend möchten Kröger und Katt zusammen mit der Langbahn-Nationalmannschaft in St.Mazaire (Frankreich) den Weltmeistertitel für Deutschland verteidigen.

Stand der Langbahn-WM nach zwei Läufen:
1. Joonas Kylmäkorpi (Finnland) 57 Punkte
2. Jörg Tebbe (Dohren) 48 Punkte
3. Theo Pijper (Niederlande) 45 Punkte
6. Stephan Katt 33 Punkte
7. Matthias Kröger 29 Punkte

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