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Unbeeindruckt aufs Podium

15.07.2014 15:44


Stephan Katt belegt zweiten Rang bei Franreich-Grand-Prix


tl_files/0_news/2014/20140715_katt-marmande-2.jpgNeuwittenbek. Für Motorradprofi Stephan Katt aus Neuwittenbek bei Kiel scheinen berufliche "Ausflüge" nach Frankreich stets mit besonderen Ereignissen gekoppelt zu sein. Die Reise zum zweiten Langbahn-Weltmeisterschaftslauf der Saison in das südfranzösische Marmande war dabei für den "Catman" einmal mehr ein "lohnender Ausflug". Zunächst stand der zweite Grand-Prix jedoch unter keinem guten Stern. Langanhaltende Regenfälle machten die Rennstrecke unbefahrbar so das der Start um einen Tag, auf den französischen Nationalfeiertag, verlegt werden musste. Was Katt dann allerdings erwartete, war ganz nach dem Geschmack des Schleswig-Holsteiners. "Die Verantwortlichen haben alles daran gesetzt die Bahn in einen perfekten Zustand zu versetzen. Nach meinem Geschmack war sie zum Rennstart perfekt." In der Tat kam der 34jährige auf der als schwierigste und gefährlichste Bahn im Grand-Prix-Kalender bekannte Bahn in Marmande bestens zurecht. Mit einer perfekten Kombination aus Taktik udn Technik spulte Katt sein Programm herunter und zog mit 12 Punkten aus den Vorläufen ungefährdet in das Halbfinale ein. Katt: "Ich habe mich durch die vielen Diskussionen und Kritiken im Vorfeld nicht beeindrucken lassen. Ich weiß was ich kann und hatte mich bestens auf das Rennen vorbereitet." Vor allen Dingen im Kampf um den Einzug in den Finallauf spielte der gebürtige Kieler seine ganze Erfahrung aus und sicherte sich mit einem Sieg den begehrten Platz unter den fünf besten Fahrern des Tages. "Gerade nach dem verkorksten ersten WM-Lauf in Herxheim an Himmelfahrt wollte ich es allen Experten beweisen, die mich bereits nach den ersten Rennen des Jahres förmlich abgeschrieben hatten", so Katt, der in den letzten Wochen mit vielen technischen Problemen und einer wahren Pechsträne zu kämpfen hatte.

 

Im Finale musste sich der fünffache Langbahn-Teamweltmeister letztlich nur dem WM-Führenden Jannick de Jong (Niderlande) geschlagen geben. "Jannick fährt derzeit in der Form seines Lebens. Ich denke ich habe gut dagegen gehalten und einen verdienten Podiumsplatz eingefahren." Auf dem dritten Platz kam in Marmande Erik Riss aus Bad Wurzach, der sich in dieser Saison ebenfalls in bestechender Form präsentiert.

 

Mit dem Erfolg aus Marmande im Rücken eröffnen sich für Stephan Katt nunmehr neue Perspektiven im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft, konnte er sich doch nach dem zweiten Grand-Prix auf den fünften Rang im Gesamtklassement schieben und Tuchfühlung zur Spitze aufnehmen. Der nächste WM-Lauf steigt am 17. Augsut im niederländischen Eenrum, ein Veranstaltungsort mit dem Katt durchweg positive Erlebnisse verbindet, sicherte er sich doch dort vor zwei Jahren seinen dritten Grasbahn-Europameistertitel. Katt: "Ich werde natürlich versuchen den Schwung aus Marmande mit in die nächsten Rennen zu nehmen." Die nächste große Herausforderung wartet auf den Norddeutschen zunächst aber am 26. Juli, wenn Katt beim Finale der deutschen Langbahn-Meisterschaft im niedersächsischen Werlte zu den Titelaspiranten zählt.

 

Die Platziereungen in Marmande:
1. Jannick de Jong (NL) 21 Punkte
2. Stephan Katt (Neuwitenbek) 19 Punkte
3. Erik Riss (Bad Wurzach) 19 Punkte
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13. Richard Speiser (Börwang) 5 Punkte
15. Jörg Tebbe (Dohren) 4 Punkte

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