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Wir fahren nach Frankreich, um erneut zu gewinnen

29.05.2012 17:01


tl_files/0_news/2012/0529_pm TeamWM.JPGEinfach war es für Team-Manager Jupp Hukelmann in diesem Jahr nicht, das schwarz-rot-goldene Quartett für die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft zu nominieren: „Durch Richard Speisers verletzungsbedingtes Aus und Martin Smolinskis Entscheidung, sich mehr auf England und Speedway zu konzentrieren, standen gleich zwei Fahrer nicht zur Verfügung. Beide waren in den vergangenen Jahren feste Größen.“ Dennoch ist Hukelmann alles andere als bange: „Als Langbahn-Nation Nummer eins, mit sechs von 18 Fahrern im Grand Prix, sind wir immer noch in der glücklichen und komfortablen Lage ein Top-Team aufzustellen.“ Gemeinsam mit Team-Betreuer Joachim Ohmer vertraut Hukelmann auf Matten Kröger, Stephan Katt, Jörg Tebbe und Bernd Diener: „Alle vier haben einen großen Erfahrungsschatz, alle vier waren bereits mindestens einmal Team-Weltmeister und kennen daher die Spielregeln in diesem Wettbewerb.“

 

2007 rief der Internationale Motorsportverband FIM die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft ins Leben. Alle fünf Weltmeisterschaften konnte Deutschland bislang für sich entscheiden. „Die Dominanz sieht deutlicher aus als sie ist“, sagt Hukelmann und spielt dabei auf das ganz spezielle Regelwerk des Mannschaftswettbewerbes an. Weltmeister wird, wer als eines der beiden punktbesten Teams ins Finale einzieht - und dort wiederum mit seinen drei Fahrern am meisten Punkte erzielt und diesen einen Lauf gewinnt. „Wir fahren mit großem Respekt nach Frankreich“, weiß deshalb auch Joachim Ohmer. In Hausherr Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien sieht er „zumindest gleichwertige“ Konkurrenten. Finnland und Tschechien werden den Wettbewerb komplettieren.
Erneut mit auf deutsche Titeljagd wird Matten Kröger gehen. Der 43-jährige aus dem schleswig-holsteinischen Bokel genießt nach seinen Team-WM-Teilnahmen 2007 bis 2010 auch 2012 wieder das Vertrauen des Nominierungsduos und wird die Mannschaft als Kapitän führen. Hukelmann: „Er ist einer, der sich auch dann noch unheimlich konzentrieren kann, wenn Druck aufkommt. Und er hat Führungsqualitäten!“. Mit den Plätzen vier und fünf gehörte Kröger überdies auch zu jenen Piloten, die bei den letzten in St. Macaire ausgetragenen WM-Läufen 2008 und 2010 aufhorchen ließen.

 

Licht und Schatten hat Stephan Katt in St. Macaire schon erlebt: 2007 feierte der 32-Jährige aus Neuwittenbek dort seinen ersten Grand Prix Sieg, 2010 wiederum stürzte er schwer. „An einem guten Tag kann Stephan in St. Macaire alles in Grund und Boden fahren“, ist Hukelmann überzeugt. Neben der Leistung schätzt der Teammanager auch Katts Lockerheit und dessen Qualität, ein Team zu motivieren. Wie Kröger hat auch der Neuwittenbeker bereits vier Langbahn-WM-Titel auf dem Konto.

 

Nummer drei im deutschen Quartett wird wie im vergangenen Jahr Jörg Tebbe sein. „Auch er mag die kurze und glatte Bahn in St. Macaire und ich bin sicher, dass auch er alles geben wird“, meint Hukelmann. Der 33-Jährige aus Dohren ließ in diesem Jahr bereits mit guten Ergebnissen aufhorchen und freut sich auf seinen zweiten Einsatz im deutschen Team.

 

Ebenfalls zum zweiten Mal mit dabei ist Bernd Diener aus Gengenbach. Der 53-Jährige errang 2008 in Werlte seinen bislang einzigen Team-WM-Titel und verfügt über jede Menge Erfahrung. Hukelmann: „Er kennt die Bahn in St. Macaire wie kaum ein anderer und ist gleichzeitig ein ruhender Pol, von dem die Mannschaft mit Sicherheit profitieren wird.“

 

Gold, Silber oder Bronze - auch Hukelmann vermag es nicht vorauszusehen, wo Deutschland sich am 23. Juni einordnen wird: „Ich kann nur in den Worten der Fahrer bleiben, die mir allesamt eines signalisierten: Wir fahren nach Frankreich, um erneut zu gewinnen. Dem ist nichts hinzuzufügen.“

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