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Wochenende für das Selbstvertrauen

25.06.2013 08:00


Stephan Katt sichert sich Sieg in Pfarrkirchen

 

tl_files/0_news/2013/0625_Katt-Pfarrkirchen.JPGNeuwittenbek/Brokstedt. Für Motorradprofi Stephan Katt war es ein Wochenende ganz nach seinem Geschmack. Nach den sportlich verheerenden Auftritten bei der Langbahn-Weltmeisterschaft in Forssa (Finnland) und Forus (Norwegen) konnte sich der 33jährige aus Neuwittenbek bei Kiel gleich in zwei Rennen eine gehörige Portion Selbstvertrauen zurückholen. „Nach dem technischen Fiasko bei der WM, welches nicht nur teuer war sondern auch sportlich einer Katastrophe glich, hatte ich einige ratlose Stunden hinter mich gebracht,“ so Katt, der allerdings in keiner Situation an seinen kämpferischen Fähigkeiten gezweifelt hatte. „Ich weiß ja zu was ich auf dem Motorrad in der Lage bin. Rätsel gaben mir jedoch die Vielzahl der Ausfälle auf. Das war schon eine ganz bizarre Serie, die ich so in meiner Karriere noch nie erlebt habe.“ Umso größer nun jedoch die Freude über die Tatsache, dass der „Catman“ durchaus noch in der Lage ist sportliche Erfolge für sich zu verbuchen. Beim Grasbahnrennen in Opende (Niederlande) sicherte sich Katt einen achtbaren vierten Rang in einem extrem anstrengenden Wettbewerb. Katt: „Die Bahn war durch den Dauerregen sehr tief so dass sich eine echte Schlammschlacht mit vielen Ausrutschern entwickelte.“ Es spricht wohl für das fahrerische Geschick des Schleswig-Holsteiners, dass er ohne jegliche Probleme sämtliche Läufe absolvieren konnte. Viel Zeit zur Entspannung blieb Katt nach dem Rennen in den Niederlanden nicht. „Ich habe mich direkt nach dem Rennende auf den Weg nach Bayern gemacht.“ Beim Sandbahnrennen in Pfarrkirchen sollte der Bahnsportler vom MSC Brokstedt zum ganz großen Schlag ausholen. In einem verbissen geführten Duell mit dem Dohrener Jörg Tebbe, derzeit immerhin zweitplatziert in der laufenden Langbahn-Weltmeisterschaft, sollte die endgültige Entscheidung erst im Finale fallen. Zwar hatte Tebbe im letzten Lauf des Tages die Nase vorn, sicherte sich Katt allerdings als Finalzweiter den Gesamtsieg mit 21 Zählern in der Gesmatrechnung und einen Punkt Vorsprung. „Tebbe war heute verdammt schnell unterwegs. Ich hatte jedoch diesmal das Glück auf meiner Seite.“ Ein Ausgleich für die WM-Rückschläge sei der Sieg in Pfarrkirchen zwar nicht, doch sei dieser Erfolg genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen und förmlich „Balsam für die geschundene Seele“. Katt hofft nun mit neuem Selbstvertrauen auch am kommenden Sonntag beim Sandbahnrennen in Osnabrück bestehen zu können. Ganz sicher zählt er dort ebenfalls zu den ganz großen Favoriten auf den Sieg.

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